| VEGANISMUS - GESUNDHEIT | ||
| "Ist denn das gesund?" ist eine häufig gestellte Frage in Zusammenhang mit Veganismus. Die Antwort ist: Ja - Menschen brauchen keine tierlichen Produkte um mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt zu sein. Dabei ist es nicht nötig, Menüs mit einer Ernährungstabelle in der Hand zu planen oder zum/zur ErnährungsexpertIn zu werden: meist reicht es, abwechslungsreich und vollwertig zu essen. Dazu bedarf es aber oft einer Umstellung und auch des Umdenkens: unsere Gesellschaft ist so stark vom Konsum tierlicher "Lebens"mittel geprägt, dass Veganismus oft kompliziert erscheint. Die folgenden Informationen sollen helfen, die gesundheitlichen Bedenken (und Ausreden) zu überwinden. | ||
| Protein |
Protein spielt eine wichtige und vielseitige Rolle in der menschlichen Ernährung. Die Hälfte der menschlichen, wasserfreien Körpermasse besteht aus Protein, das in jeder Zelle des Körpers eine wichtige Funktion hat. Proteine sind Bestandteile von Enzymen, Antikörpern, vielen Hormonen, Muskeln und Knochen. Als
Wissenschaftler Protein zum ersten Mal aus der Nahrung isolierten, gaben
sie ihm den Namen proteios, was aus dem Griechischen kommt und soviel
wie vorrangig/primär heisst. |
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| Pflanzliche Proteine sind ebenso hochwertig wie tierliche. |
Vor
2000 Jahren galt Fleisch als unumstössliche Quelle für Gesundheit
und Kraft, was 1939 noch von dem damals recht bekannten Ernährungswissenschaftler
J.S. Mc Lester propagiert wurde. Unglücklicherweise
trug 1970 gerade eine Fürsprecherin der vegetarischen Ernährungsweise,
Francis Moore-Lappe, mit ihrem Buch Diet for a small planet
zur Manifestierung eines noch heute existenten Mythos bei: Sie meinte,
dass die Proteinqualität durch bestimmte Proteinkombinationen in
Form von verschiedenen Nahrungsmitteln gesteigert werden muss, um den
Bedarf an Proteinen decken zu können. Tierliche
Nahrung bzw. Protein wird auch seit jeher als wertvoller betrachtet, weil
es teuer (immense Verschwendung wichtiger Ressourcen: Wasser, Land, Erdöl)
und damit gesellschaftlich begehrter ist. Daher steigt in Entwicklungsländern,
trotz Warnung der FAO, der Konsum tierlicher Produkte direkt proportional
zur Verbesserung des Lebensstandards. Einerseits werden dadurch traditionelle
Ernährungsgewohnheiten, die wenig Fleisch- und Tierprodukte beinhalten,
teilweise verdrängt, andererseits ist die Bahn für die schon
im Westen existierenden Gesellschaftskrankheiten frei. Nichts desto trotz
wurden über Jahre, in denen die WissenschaftlerInnen die Mysterien
dieses Nährstoffes entwirrten, folgende Fakten klar: |
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| Chemie | Bevor
wir nun auf Begriffe wie Proteinqualität und Kombination genauer eingehen,
ist es wichtig, die Chemie der Proteine zu verstehen: Proteine (Eiweiße) sind große Moleküle, die aus kleineren Einheiten zusammengesetzt sind, den sogenannten Aminosäuren. Von den Aminosäuren, aus denen sich ein Protein zusammensetzt, gibt es 20 ernährungsrelevante, von denen 11 vom Körper selbst synthetisiert werden können, das sind die sogenannten nicht-essentiellen Aminosäuren. Die anderen 9 sind essentiell, weil sie mit unserer Nahrung aufgenommen werden müssen. |
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Aminosäuren
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Alle
Proteine, ob tierlich oder pflanzlich, enthalten alle essentiellen Aminosäuren!
Bei pflanzlichen Proteinen ist es zwar so, dass meist eine Aminosäure
in geringer Menge vorliegt (= sogenannte limitierende Aminosäure)
und das die Proteinqualität beeinflusst, doch werden wir später
sehen, dass aufgrund verschiedenster Faktoren pflanzliche Proteine nicht
als minderwertig oder unvollständig zu beurteilen sind. |
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| Proteinbedarf |
Der
Proteinbedarf: Noch ist man sich nicht im Klaren, wie viel Protein wir
brauchen, doch derzeit liegt der RDA (= recommended daily allowance /
Tagesbedarf) bei 0.8 g pro kg Körpergewicht (natürlich gibt
es daneben noch spezielle Empfehlungen für Säuglinge, Kinder,
Schwangere, AthletInnen). Wichtig im Zusammenhang mit dem Proteinbedarf ist die Kalorienbilanz. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfiehlt mind. 10% der tägl. Gesamtenergieaufnahme in Form von Protein zu verzehren. Omnivoren (AllesesserInnen) tun dies mit 15-17% und VeganerInnen mit 11-13%, womit zu erkennen ist, dass pflanzliche Kost in puncto Energiegehalt leicht den empfohlenen Proteinbedarf decken kann. Die
Qualität von Proteinen: Heute
gilt eine bessere Methode, die sowohl das Aminosäuren-Muster des
Menschen als auch die Verdaulichkeit von Proteinen berücksichtigt. |
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| Mythos Proteinkombination | Mythos
Proteinkombination: Diese Theorie basierte auf dem Gedanken, dass bei jeder Mahlzeit einander ergänzende eiweißreiche Nahrungsmittel gemeinsam aufgenommen werden sollten (z.B. Reis u. Bohnen), um die Bioverfügbarkeit (Aufnahme und Verwendung) der Aminosäuren zu verbessern. Es scheint zwar, dass eine Kombination von pflanzlichen Lebensmitteln die PQ verbessert, und dadurch der Bedarf niedriger wird, doch ist es erwiesen, dass das nicht nötig ist. In zahlreichen Studien an Menschen ging hervor, dass Kostformen mit ausschließlich einer pflanzlichen Proteinquelle (Reis, Bohnen, Mais, Weizen) den Bedarf an essentiellen Aminosäuren leicht deck(t)en. Selbst bei herabgesetzter Proteinzufuhr erbrachte Reis den 1,5-4,5fachen Wert der von der WHO empfohlenen Menge an essentiellen Aminosäuren. Abgesehen davon, dass wir schon ungewusst innerhalb einer Mahlzeit Proteine kombinieren (Cornflakes mit Sojamilch, Brot u. Erdnussbutter z.B.), besitzt unser Körper ein Speicherpool für essentiellen Aminosäuren. So können innerhalb von ein paar Stunden Proteine mit unterschiedlichem Gehalt an (limitierenden) Aminosäuren miteinander kombiniert und so eine verbesserte Proteinqualität erzielt werden. Genau zu demselben Schluss kaum auch 1993 die ADA (American Dietic Association). Darüber hinaus stellte sie fest, dass die Proteinqualität von Soja erwiesenermaßen der von Protein tierlichen Ursprungs gleichwertig ist u.nd es folglich als ausschließliche Quelle für die Proteinversorgung dienen kann. |
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| Auch bei veganer Ernährung kann der Proteinbedarf problemlos gedeckt werden! |
Somit können wir feststellen, dass pflanzliches Eiweiß hoch qualitativ ist und eine pflanzliche Kost die empfohlene Menge an allen essentiellen Aminosäuren ohne weiters liefert. Selbst nur mit einer Proteinquelle bzw. bei Nahrungsmitteln mit ärmerem Aminosäuren-Muster erhält man mehr Eiweiß, als für die menschliche Ernähung notwenig wäre. Protein
und Gesundheitsrisiken: |
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| Kohlehydrate | Kohlehydrate
sind die wichtigste Energiequelle in der Humanernährung und sollen
47 % der Gesamtzufuhr liefern. Die WHO stellte 1990 in einem Bericht über
Ernährung und Vorbeugung chronischer Krankheiten fest, dass der Verzehr
pflanzlicher Nahrungsmittel und komplexer Kohlehydrate mit einer Verminderung
des Risikos diverser chronischer Leiden wie koronare Herzkrankheiten, bestimmte
Arten von Krebs, Hypertonie (Bluthochdruck) und Diabetes einhergeht. Der Zuckerkonsum von vegan lebenden Menschen ist auf Grund natürlicher pflanzlicher Zuckerquellen, wie Obst und Wurzelgemüse höher als bei AllesesserInnen, doch liegt der Anteil an raffinierten Zucker deutlich unter dem Durchschnitt. Dieser wird meistens in Form von konzentrierter und extrahierter Saccharose zugesetzt. Dieser nährstoffarme Zucker ist Hauptverursacher von Karies, einer der häufigsten Zivilisationskrankheiten, welche sogar in einige Entwicklungsländer exportiert wurden. In Nigeria stieg die Karieshäufigkeit 1982 bis 1987 jährlich um 65 % durch den Konsum von Raffinadezucker an. Auf Grund dessen, dass vegane Kost weniger raffinierten Zucker und mehr natürlichen Zucker enthält, kann man davon ausgehen, dass Menschen, die ihr Leben lang vegan gelebt haben, gesündere Zähne haben. |
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| Ballaststoffe | Ballaststoffe,
diese unverdaulichen Zucker, sind ganz wichtig für die Tätigkeit
der Darmmuskulatur, die für den fließenden Transport der Nahrung
verantwortlich ist. VeganerInnen erreichen bzw. übertreffen die empohlene
Ballaststoffzufuhr, sodass die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung
von Krampfadern und Hämorrhoiden verringert wird. Da tierliche Lebensmittel, wie Fleisch, Milch und Eier keine Ballastsstoffe liefern, haben Menschen, die diese Nahrungsmittel in ihren Speiseplan integriert haben, ein höheres Risiko an Divertikulose (Ausstülpungen und Entzündungen des Darms) zu erkranken. Viele Krankheiten werden mit einer geringen Ballaststoffbilanz und einem höheren Verzehr an Fett (vor allem gesättigt) assoziiert, wie z. B. Darmkrebs. Hier ergab eine Untersuchung, dass VeganerInnen deutlich weniger Mutagene (krebserregende Stoffe) in ihrem Stuhl haben als Omnivoren. Außerdem hat man errechnet, dass Omnivoren mit einer doppelt so hohen Wahrscheinlichkeit an Gallensteinen erkranken wie VeganerInnen. Auf Grund der hohen Zufuhr an Ballaststoffen und komplexen Kohlehydraten prognostizierten ForscherInnen für Menschen, die lebenslang vegan leben, eine gegenüber FleischesserInnen um 57 % reduzierte Häufigkeit koronarer Herzkrankheiten. |
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| Fette | Hier
wird unterschieden zwischen gesättigten Fettsäuren, die vorwiegend
tierlichen Ursprungs sind und ungesättigten einfach ungesättigten
(Olivenöl) und mehrfach ungesättigten (z.B. Sonnenblumenöl
u. Maisöl). |
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| Cholesterin | Cholesterin,
das nicht essentiell ist, ist ein Bestandteil des Fettes, der in allen tierlichen
Geweben vorkommt und in Pflanzen nur in Spuren zu finden ist.
Bis auf 2 mehrfach ungesättigte Fettsäuren (nämlich Linol- u. Alpha-Linolensäure), die mit der Nahrung zugeführt werden müssen, werden alle Fettsäuren vom Körper selbst hergestellt. Fett,
das mit 9 kcal/g die Hauptenergiequelle der Ernährung darstellt,
wird im Blut wie Cholesterin von sogenannten Lipoproteinen transportiert. Von allen Ernährungsgruppen entspricht nur der Fettkonsum der VeganerInnen mit rund 33,9% der Gesamtenergiezufuhr den aktuellen internationalen Empfehlungen. Das haben auch zahlreiche Studien wiedergegeben. VeganerInnen nehmen im Vergleich zu anderen Ernährungsgruppen weniger gesättigte und ähnliche Mengen einfach ungesättigter Fettsäuren zu sich. Eine sehr geringe Zufuhr an Cholesterin hat möglicherweise positive Auswirkungen auf den Blutcholesterinspiegel, speziell vegan lebender Menschen. Mehrfach
ungesättigte FS, die in veganer Kost häufiger anzutreffen sind
als gesättigte FS, wirken sich ebenfalls pos. auf den Chol.-Spiegel
aus. |
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| Fette und Herz- und Kreislauferkrankungen | In
Großbritannien, Nordirland u. Schottland sterben die meisten Menschen
an koronaren Herzkrankheiten. Grundlage dafür ist Arteriosklerose eine Verengung der Arterien durch Chol.-verursachten Ablagerungen. Wenn diese Plaque von einer Thrombose überlagert wird, kommt es gewöhnlich zum Herzanfall oder Schlaganfall. Beeinflusst werden diese beiden Prozesse durch den Fettkonsum. Die
Ernährung ist der Hauptfaktor von koronaren Herzkrankheiten. Die
Art und Menge des verzehrten Fettes beeinflusst den Gesamt- und LDL-Chol.Spiegel
am meisten. Gesättigte Fette, die ja vor allem in tierlichen Lebensmitteln
vorkommen, und Transfettsäuren (die in Rindfleisch, Milch enthalten
sind u. bei der Fetthydrierung/Härtung der Margarine entstehen) erhöhen
tendenziell die Werte. VeganerInnen haben auch das geringste LDL/HDL-Verhältnis im Blut, das sich positiv auf Herz und Kreislauf auswirkt und Arteriosklerose vorbeugt. Aufgrund
all dieser Sachverhalte ist das Risiko für Herzerkrankungen bei VeganerInnen
wesentlich geringer als bei FleischesserInnen und sogar besser als bei
VegetarierInnen. |
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Fette und Krebs |
Es wird angenommen, dass die Ursache für 1/3 aller durch Krebs verursachen Todesfälle in der Ernährung liegt. Es deutet einiges darauf hin, dass Brustkrebs, Gebärmutterkrebs, Prostatakrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs und Darmkrebs in Verbindung mit dem Konsum von Fleisch u. tierl. Fett steht. Bei einer Studie mit 620 Frauen in Singapur lag bei denjenigen Frauen, die Soja bzw. mehr an mehrfach ungesätt. FS zu sich nahmen, das Brustkrebsrisiko niedriger als bei den Fleischesserinnen. Forschungen in China ergaben, dass sich das Gebärmutterkrebsrisiko bei Frauen, die viel tier. Fett u. Protein zu sich nahmen, verdreifachte. Bei einer 20jähr. Begleit-Studie an 17.500 Männern stellte sich heraus, dass die, die den höchsten Fleischkonsum aufwiesen, mit 3x so hoher Wahrscheinlichkeit Krebs an der Bauchspeicheldrüse entwickelten. Analoges (eine 2,6x höhere Wahrscheinlichkeit) ergab sich für Prostatakrebs bei einer Studie mit 48.000 Männern. Untersuchungen ergaben, dass bei fleischreichen (bzw. fettreichen u. ballaststoffarmen) Ernährungen das Darmkrebsrisiko höher war als Veganern, die ja bekanntermaßen weniger Fett u. mehr Ballaststoffe zu sich nehmen. Es
gibt zwar noch keine Studien über den Zusammenhang von veganen Diäten
u. Multiple Sklerose, aber gesättigte FS tier. Fette - dürften
eine Rolle spielen. |
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| Vitamine |
Zusammen
mit essentiellen Amino- und Fettsäuren, Mineralstoffen, Spurenelementen
sowie Wasser bilden Vitamine die essentiellen Nährstoffe. Die fettlösenden Vitamine: |
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| Vitamin A |
Vitamin
A (Retinol u. Beta-Carotin): Die
hohe und ausreich. Aufnahme von Beta-Carotinen bei Veganern dürfte
sich gesundheitlich pos. auf den Organismus auswirken: Carotenoide, wie
eben Beta-Carotin, sind im Gegensatz zu Retinol ausgezeichnete Antioxidantien,
die die Entwicklung von grauem Star hemmt, die Oxidation von Lipoproteinen
verhindert u. damit das Herzerkrankungsrisiko senkt. |
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| Vitamin D |
Vitamin
D (D2, Ergocalciferol; D3 Cholecalciferol) Vitamin
D 3 ist eigentl. ausschließl. in tier. LM enthalten. Daneben gibt
es noch einige Produkte, die mit Vitamin D 2 angereichert werden (in Österreich
u. Deutschland z.B. die Margarine) und div. Vitaminpräparate. Spezielle
Empfehlungen des Vit.Bedarfs an Vit. D für spez. Gruppen u. die Aufnahme
zusätzl. Vit. D durch die Nahrung wurden aufgrund vieler Faktoren
bei der Vit.D-Synthese durch Sonnenstrahlung nötig: Nichts
desto trotz ist Sonnenexposition für Veganer die beste Option für
Vit. D. Für hellhäutige Typen sollte die Bestrahlung der Sommersonne
auf Hände u. Gesicht (ohne Sonnencreme) und das 3x/Woche für
15 Min. reichen. |
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| Vitamin E |
(die
Tocopherole) Mit Abstand am vitamin E-reichsten von allen Nahrungsmitteln
sind Vollkornprodukte, Gemüseöle, Weizenkeime. Die Gefahr einenes
Mangels ist gering. Einerseits aufgrund seiner hohen Bioverfügbarkeit
(Vorkommen in Nahrung) und andererseits wegen der Speicherfähigkeit
des Körpers für fettlösliche Vitamine. |
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| Vitamin K | Vitamin
K 1(Phylochinon) kommt in pflanzlichen Nahrungsmitteln wie grünem Blattgemüse
sprich Spinat, Broccoli, Kohl - sowie in Gemüseölen, Blumenkohl,
Obst und Getreide vor. Vitamin K 2 (Menachinon), das durch Bakterientätigkeit im Dickdarm synthetisiert wird, deckt wahrscheinlich den Bedarf an diesem Vitamin fast zur Hälfte. Aufgrund von genügend pflanzlicher Quellen und Eigenproduktion haben VeganerInnen keinen Mangel an Vitamin K zu fürchten. |
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| Vitamin B 1 | Neben
Lebensmitteln, wie Hülsenfrüchte, Erdnüsse, Kartoffeln enthalten
vor allem Weizen bzw. Weizenprodukte (Cornflakes, Müsli) eine hohe
Konzentration an Vitamin B 1 (Thiamin). In bestimmten Lebensmitteln gibt
es jedoch eine Zahl an Thiamin-Antagonisten, die dessen Absorption blockieren.
Laut mehrerer Studien decken VeganeInnen ohne Schwierigkeiten den Bedarf
an Thiamin. |
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| Vitamin B 2 |
Vitamin B 2 (Riboflavin) ist in pflanzl. LM wie Broccoli, Weizenkeime, Hülsenfrüchte, Avocados, Pilze u. vor allem in Algen, Erbsen, Sojabohnen und Hefeextrakten enthalten. Aufgrund dessen, dass Käse teilweise Riboflavin-reich ist, hat man oft angenommen, dass Veganer eine inadäquate Zufuhr an Vit.B 2-Zufuhr haben. Obwohl
VeganerInnen erwiesenermaßen weniger Vit. B 2 zu sich nehmen, wurden
noch keinerlei Anzeichen, die auf einen Riboflavin-Mangel hindeuten, festgestellt.
Damit bestätigt sich zu recht der Verdacht, dass die empfohl. Menge
an Vit. B 2 zu hoch angesetzt wurde, wird durch eine Studie in China belegt.
Dort lag zwar der durchschnittl. Vit. B 2-Zufuhr ungefähr bei der
Hälfte des empfohl. Bedarfs, aber es wurden keine klin. Symptome
eines Mangels diagnostiziert. |
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| Vitamin B 6 |
Vitamin B 6 (Pyridoxal, Pyridoxin, Pyridoxanin) ist wie alle B-Vitamine , ausgenommen B 12, in Vollkorngetreide, Weizenkeimen, Vollkornmehl, Avocados, Nüssen und vor allem in Bananen, Feigen, Frühstückscerealien, Erdäpfeln, Kichererbsen und Sojabohnen enthalten. VeganerInnen, da sie eine geringere Proteinzufuhr aufweisen, benötigen auch weniger Vitamin E. Es gab einige Bedenken darüber, ob die Bioverfügbarkeit von B 6 aus pflanzlicher Nahrung positiv zu sehen ist. Neueste Studien ergaben, dass das B 6 aus Pflanzen in Form von Glycosiden gut absorbiert wird. Beim
Zubereiten, Kochen u. bei der Verdauung können B 6 und AS unlösliche
und unverdaubare Komplexe bilden. Generell
ergaben Studien, dass VeganerInnen adäquate Mengen an B 6 zu sich
nehmen und wahrscheinlich ein besseres Protein- und Vitamin B 6-Verhältnis
aufweisen. |
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| Niacin | Niacin
(Nikotinsäure, Nikotinsäureamid) kommt in Hefeextrakten, Vollkorngetreide,
Weizenkleie, Vollkornbrot, einigen Hülsenfrüchten, Erdnüssen
u. einigen Gemüsesorten vor. Niacin ist in einer Hinsicht anders als die and. Vit.: Es ist Teil der ess. AS Tryptophan u. deshalb von der Aufnahme abhängig. Der tägl. Bedarf an Niacin wird von Veganern bei weitem gedeckt. |
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| Folacin (Folsäure) |
Folsäure
ist in kleinen Mengen in vielen NM, vor allem in grünem Blattgemüse,
Hefeextrakt, Vollkornweizen, Weizenkeime, Nüssen u. Bohnen vorhanden. Die
Folsäureaufnahme u. der Folsäurestatus im Blut bei Veganern
sind gleich bzw. besser als Omnivoren, da VeganerInnen 20-50% mehr Folsäure
aufnehmen. |
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| Biotin |
Pflanzl.
Quellen für Biotin sind Vollkorngetreide, Obst, Gemüse, Sojamehl
u. vor allem Hefe. Obwohl
die Ansicht vorherrscht, dass Biotin aus pflanzlichen Quellen nicht zu
gut resorbiert werden könnte, war man erstaunt, dass der Biotin-Spiegel
von Veganern keineswegs schlechter, sondern tatsächlich besser war,
als der der Allesesser. |
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| Pantothensäure | Pantothensäure
ist in vielen LM weit verbreitet (z.B. in Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte).
Zusätzl. Pantothensäure wird intestinal durch Bakterien synthetisiert. Es liegen keine dokumentierten Fälle von Mangelerscheinungen bei VeganerInnen vor. |
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| Vitamin B 12 (die Cobalamine) |
Vitamin
B 12 ist das mit Sicherheit das umstrittendste und meist diskutierteste
Vitamin in der veganen Ernährung. Vitamin
B 12 ist in keinem natürlichen Nahrungsmittel von Haus aus enthalten.
Es wird von Mikroorganismen, Bakterien, Pilzen u. Algen synthetisiert.
Tiere u. Pflanzen können Vit. B 12 nicht selber herstellen. Tiere
verdauen Vit. B 12 enthaltende Mikroorganismen od. sie absorbieren das,
was von ihren Darmbakterien produziert wird. Pflanzen weisen auch gewisse
Mengen an Vit. B 12 auf, weil sie mit Vit. B 12 synthetisierenden Bakterien
kontaminiert sind. Die meisten Fälle von B 12-Mangel sind nicht ernährungsspezifisch, sondern sind auf das Fehlen des wichtigen Intrinsic Factor zurückzuführen, das ist ein Protein, das Cobalamin durch die Darmwand transportiert. Folsäure,
das bei Mangel auch zur megaloblastischen Anämie führen kann,
spielt eine diskrepante Rolle in der Entstehend eines Vit.B 12-Mangels.
Einerseits kann es, wenn in hohen Mengen zugeführt, wie es bei Veganern
der Fall ist, die gemeinsame Aufgabe der Zellteilung übernehmen u.
somit eine Vit. B 12-Anämie verhindern. Im
Gegensatz zu den anderen Vitaminen kann B 12 über einen längeren
Zeitraum hinweg (5 Jahre ca.) 60% in der Leber und 30% im Muskel gespeichert
werden u. muss nicht täglich zugeführt werden. Ein
Faktor, der zwar nur für wenige Menschen wesentlich ist, sind die
B 12-produzierenden Darmbakterien. Ein Mitgrund für die gute Versorgung mit B 12 in Indien dürfte neben mangelnder Hygiene eine erhöhte Produktion der Darmbakterien sein. Pflanzliche/nicht
tierische Quellen von B 12: Schließlich sei nochmals erwähnt, dass zwar Pflanzen mit B 12 synthetisierenden Bakterien kontaminiert sind, aber durch die hohe Sterilität das B 12 verloren geht. Der Aspekt, dass menschlicher Dung beachtlicher Mengen an B 12 enthält, machten sich VeganerInnen aus dem Iran zunutze u. zogen ihr Gemüse mithilfe von menschlichen Fäzes. Durch das, auch mäßig gewaschenes Gemüse etablierte sich ein normaler B 12-Status unter diesen Veganern. Doch
eine strikt vegane Ernährung ist theoretisch Vit. B 12-los. Die
veganen Quellen: Es könnte sein, dass das angereicherte B 12 tierlichen Ursprungs ist. Wenn man sich 100% sicher sein will, dass das B 12 pflanzlich ist, muss man es in Form von Supplementen (wie Kindertropfen, Pillen, Spritzen) zu sich nehmen. Vitamin
12-Status von VeganerInnen Zusammenfassend ist zu sagen, dass die B 12-Synthese im Verdauungstrakt (Mund, Darm) der effiziente enterohepatische Kreislauf, nicht gut gereinigtes Gemüse, Faktoren sind, die den Vit. B 12-Status beeinflussen. Jedoch ist damit die Zufuhr von B 12 nicht ausreichend, sodass eine gesicherte B 12-Zufuhr in Form von angereicherten LM od. Supplementen sichergestellt werden sollte. Die meisten, in vegetarischer Fachliteratur angepriesenen pflanzlichen Quellen für B 12, sind mit der Tatsache, dass diese fast ausschließlich die problematischen B 12-Analoga enthalten, versiegt. Ein ernährungsbedingter, berüchtigter Mangel kommt ausgesprochen selten vor. Sogar Menschen, die 20-35 Jahre ohne besondere B 12-Quellen vegan gelebt haben, wurden keine Symptome für einen B 12 Mangel diagnostiziert. Ein Mangel wurde in der Gesamtbevölkerung zu 95% bei Allesessern, denen der ernährungsunabhängige IF für die Resorption von B 12 fehlte, beobachtet. Abschließend
ist noch zu erwähnen, dass schwangere Frauen und stillende Mütter
unbedingt eine genügende B 12-Zufuhr sicherstellen müssen. |
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| Vitamin C |
In Fleisch, Geflügel, Fisch und Milch ist so gut wie kein Vitamin C enthalten. Dafür ist in Obst und Gemüse umso mehr zu finden. Hohe Konzentrationen an Vitamin C weisen Zitrusfrüchte, Paprika, Broccoli, schwarze Johannisbeere und Tomaten auf. Eine Studie hat ergeben, dass Vitamin C das Risiko einer Erkältung nicht vermindert, aber die Dauer und den Schweregrad der Symptome um ungefähr 23% reduziert. Vitamin C verbessert auch die Eisen-Aufnahme und eine Schutzfunktion vor Krebs in Magen, Mund, Speiseröhre und Bauchspeichel wird mit dessen Aufnahme assoziiert. Das Einfangen von freien Radikalen und die Regeneration von Vitamin E sind antioxidative Eigenschaften der Ascorbinsäure, die auf jeden Fall gegen Krebs vorbeugen. Zum
Vitamin-Status ist zu sagen, dass logischerweise VeganerInnen eine höhere
Aufnahme als Omnivoren und Ovo-lacto-VegetarierInnen vorweisen. |
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| Mineralstoffe | Mineralstoffe
werden nach ihrem Bedarf in Mengen- u. Spurenelemente unterteilt. Die Mengenelemente
sind Calcium, Chlorid, Kalium, Magnesium und Phosphor. Zu den für uns
essentiellen Spurenelementen gehören Chrom, Eisen, Jod, Kobalt, Kupfer
, Mangan, Molybdän, Selen, Zink und eventuell Fluorid. Sie sind für viele Enzyme und Proteine essentiell, sind ein Bestandteil des Skeletts und steuern bei der Zusammensetzung der Körperfunktionen mit, was ihre drei Hauptaufgaben sind. |
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Calzium |
Die
Mengenelemente Die auch von der Werbung weit verbreitete Annahme, dass man viel Milch zu sich nehmen muss, um einem möglichen Calzium-Mangel vorzubeugen, wurde längst zum Mythos. Es stimmt zwar, dass Milchprodukte viel Calzium enthalten, doch gibt es auch pflanzliche Quellen, wie grünes Blattgemüse, Samen, Nüsse, und mit Ca-Sulfat-zubereiteter Tofu, der bis zu 4x mehr Ca enthalten kann als Vollmilch. Melasse, Algen, Petersilie, Feigen, angereicherte Produkte wie Sojamilch, hartes Trinkwasser und Grünkohl, der genau so gut aufgenommen wird, wie Vollmilch, weisen beträchtl. Mengen auf. Die Hauptfunktion des Ca, das als Mineralstoff im Körper mit 1 kg am häufigsten vorkommt, ist es, die Aufbausubstanz für Knochen und Zähne zu liefern. Dafür ist es in diesen Bereichen zu 99% als Ca-Phosphat gebunden.
Ein interessantes Detail am Rande ist, dass die ADA explizit darauf hinwies, dass der erhöhte empfohlene Bedarf an Ca als Ausgleich für den durch generell hohen Proteinkonsum verursachten Ca-Verlust zu verstehen ist. Natrium
und Calzium-Bilanz
Pflanzliche
Quellen Andere Faktoren: Genetik:
Menschen mit dunkler Hautfarbe haben dichtere Knochen und scheiden weniger
Calcium aus. Auch die von den Eltern vererbten Gene (-ein Gen kann die
Knochendichte um 75 % beeinflussen) können eine Rolle spielen. Die
Bedeutung von Bewegung für die Knochen zeigen folgende Beispiele: Osteoporose
(Knochenbrüchigkeit) |
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| Natrium und Chlorid | Ein
hoher Konsum an Natriumchlorid kann zu Bluthochdruck und damit zu einem
erhöhten Risiko für Herzkrankheiten und Schlaganfall führen.
Zusätzlich kann ein hoher Natriumkonsum zum Ca-Verlust führen
(siehe Calcium). Schätzungen in den USA und Großbritannien zufolge
wird Salz zu 10 % aus der Nahrung selbst, 15 % beim Kochen und bei Tisch und ca. 75 % aus produzierten Lebensmitteln zugeführt. Veganer nehmen zwar tendenziell weniger Natriumchlorid zu sich, aber immer noch mehr als empfohlen. |
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| Kalium | Kalium
kommt in viele Lebensmittel vor. Wenn man eine reichliche Menge an Gemüse
und Obst zu sich nimmt, kann man leicht die Kaliumzufuhr decken. Es existieren
viele Belege dafür, dass eine erhöhte Kaliumzufuhr zu einem verminderten
Blutdruck, zu einem geringerem Schlaganfallrisiko und zu einer Retention
des CA in den Knochen führt. Dies hätte vor allem eine positive
Auswirkung auf Veganer, die durchschnittlich mehr Kalium aufnehmen als Omnivoren. |
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| Magnesium | Es
ist häufig vorzufinden in Nüssen, Vollkorngetreide, Sojamehl,
Hefeextrakte, etc. Wenn Vollkornmehl ausgezogen wird, gehen ungefähr
80 % des Magnesiums verloren. Obwohl Phytate und Ballaststoffe die Magnesiumabsorption
verhindern ist das sekundär. Auf Grund der fast doppelt empfohlenen
Zufuhr an Magnesium weisen Veganer bessere Magnesiumwerte als Omnivoren
auf. |
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| Phosphor | Nüsse,
Vollkorngetreide, Hefeextrakte sind neben vielen anderen zahlreichen Quellen
reich an diesem Mineralstoff. Ein wesentliches Problem ist nicht ein Mangel,
sondern könnte eine zu hohe Aufnahme an Phosphor sein. Bei fleischreicher
und calciumarmer Ernährung ist das Calcium- Phosphor-Verhältnis
negativ und kann schlechte Auswirkungen auf Knochen haben. Eine vegane Ernährung
enthält zwar auch viel Phosphor, doch wird weniger davon absorbiert
im Vergleich zu fleischreichen Diäten. Das dürfte einen kleinen
Vorteil für Veganer bringen. Die Spurenelemente |
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| Eisen |
Eisen
ist in vielen pflanzlichen Lebensmitteln, wie Brot, Mehl, Kartoffeln und
Gemüse, enthalten. Dörrobst, Vollkornngetreide, Nüsse,
Samen, Hülsenfrüchte, Sojamehl, Petersilie und Algen sind die
ergiebigsten Quellen. Eisenabsorption Wie
gesagt, ist nicht die Eisenaufnahme von der Zufuhr, die bei Veganern doppelt
so hoch ist wie die empfohlene Menge, abhängig, sondern von der Bioverfügbarkeit.
Eiseninhibitoren Die
in Tees enthaltenen Tannine können die Eisenabsorption um die Hälfte
reduzieren. Indische Gewürze, wie Chilli, Koriander, dann Kaffee
und zusätzlich Milch haben ebenfalls einen negativen Einfluss auf
die tatsächliche Eisenaufnahme. Eisenaufnahme und Status bei Veganern
Überzufuhr an Eisen Größere
Eisenspeicher haben negative Effekte: Eisen steht in der Annahme, freie
Radikale zu erzeugen und das Risiko für Herzerkrankungen, Krebs (vor
allem Dickdarmkrebs) und vielleicht auch Brustkrebs zu erhöhen. |
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| Zink |
Dieses Spurenelement ist vor allem in Vollkorngetreide, Erbsen, Bohnen, Tofu, Tempeh, Sojaprotein, Nüssen, Miso und Hülsenfrüchten enthalten. Zinkaufnahme Absorption und Bedarf Wenn
der Zinkstatus niedrig ist, ebenso der Eisenstatus oder nur geringe Mengen
an Zink zugeführt werden, wird die Absorption verbessert. Fleisch
wird im Allgemeinen besser absorbiert, als pflanzliche Lebensmittel. Da
die Absorption derer auf 10 15 % geschätzt wird, wäre
eine höhere Aufnahme an Zink erforderlich. |
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| Selen | Selen
ist in Nüssen, Samen, Sojabohnen, Pilzen, Getreide und Bananen enthalten.
Der Selengehalt von Pflanzen ist im Gegensatz zu tierischen Lebensmitteln
vom Bodengehalt abhängig. Einige Länder, wie Kanada, können
durch den hohen Bodengehalt an Selen den Bedarf an Selen leichter decken
als andere. (Slowakei) Verschiedene Studien belegen, dass Veganer eine geringere
Selenzufuhr, aber keine geringeren Selenwerte im Blut als Omnivoren aufweisen.
Da schließlich der Bodengehalt an Selen der Hauptfaktor für dessen Aufnahme ist, sollten Menschen in bestimmten Gebieten, unabhängig von der Ernährung auf eine geregelte Selenzufuhr achten. Grund dürfte vielleicht ein Speichervermögen des Menschen für Selen bei geringer Zufuhr sein. |
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| Kupfer | Dieses
Spurenelement ist in vielen nichttierischen Quellen, wie Brot, Getreide,
Gemüse, Nüsse und Samen vorzufinden. Auch hier kommt es auf Faktoren
an. die die Absorption von Kupfer beeinflussen. Bei einer geringen Kupferaufnahme
steigt die Absorption. Eine Studie zeigte, dass Vitamin C diese senkte.
Protein und Zink als Einflussfaktoren heben in einer pflanzlichen Ernährung
einander auf. Kontroversiell ist die These, dass Ballaststoffe und Phytate die Kupferaufnahme reduzieren. Aus Studien ging hervor, dass VeganerInnen die höchste Kupferzufuhr aber geringere Blutwerte aufweisen. |
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| Jod | Jod
kommt zum Großteil in Meeresalgen, angereicherten Ölen und Salzen
und in geringen Mengen in Gemüse und Obst vor. Jod ist essentiell für
Schilddrüsenhormone und ein Mangel führt zur Kropfbildung (1983
gab es 400 Millionen Fälle eines Jodmangels in unterentwickelten und
112 Millionen in entwickelten Ländern) Veganer erreichen den empfohlenen Bedarf nicht, doch wird die Zufuhr befriedigend sein. Denn der vorgeschlagene Bedarf beinhaltet einen Sicherheitsfaktor und ist doppelt so hoch angesetzt. Ein Faktor für den Jodgehalt von Gemüse ist der Boden der in Flutregionen (Bangladesh) und gletschernahen Gebieten (Himalaya, Anden) jodarm ist. ein Jodmangel bei VeganerInnen taucht nicht häufiger aus als in der Gesamtbevölkerung, doch beim Verzicht auf Meersalz und Jodsalz ist auf eine ausreichende Zufuhr zu achten. |
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| Mangan | Nüsse,
Vollkornprodukte und Gewürze sind die ergiebigsten Quellen für
Mangan. Die Manganzufuhr bei Veganern liegt um 50 % - 100 % höher als
bei Nicht-Veganern, was in dem geringen Mangangehalt von Fleisch, Fisch,
Geflügel und Milch begründet ist. Tee ist zwar reich an diesem
Spurenelement, doch über die Bioverfügbarkeit des Mangans wird
noch debattiert. |
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| Molybdän | Das
meiste Molybdän kann mit Brot, Bohnen und Getreide zugeführt werden.
Molybdän ist zwar nicht toxisch, doch kann laut Untersuchungen der
doppelt aufgenommene Bedarf die Zinkzufuhr hindern. |
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| Kobalt | Kommt
im Zusammenhang mit Vitamin B12 vor. (siehe B12) |
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| Flourid |
Fluoridiertes
Wasser (leider nicht in Österreich) und Tee sind verlässliche
Lieferanten. Teflon kann den Gehalt der Nahrung an Fluorid vervielfachen.
Da kein Mangelzustand bekannt ist, wird es nicht als essentiell angesehen. |
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