| Redebeitrag der BAT, Solidemo, Internationaler Tag der politischen Gefangenen (18. März) 2005 |
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Sergio Maria Stefani ist ein 22-jähriger anarchistischer Tierrechtsaktivist, der seit über einem Jahr in Italien in Untersuchungshaft sitzt. Erstmals
wurde Sergio am 21.Mai 2004 festgenommen. Er stand damals unter Verdacht,
mit Sachbeschädigungen bei Pelzläden und Metzgereien sowie einem
versuchten Brandanschlag auf eine Fleischerei in Arezzo in Verbindung
zu stehen. Sergio ist ein bekannter Tierrechtsaktivist, der sich vor allem
an der Kampagne gegen eine Tierzucht für die Tierversuchsindustrie
engagierte. Nachdem er schließlich wieder in Hausarrest entlassen
worden war, wurde Sergio Ende Juli 2004 im Zuge einer Italien-weiten Repressionswelle
gegen AnarchistInnen erneut inhaftiert. Die italienische Polizei führte
an einem Tag rund 100 Hausdurchsuchungen und 34 Verhöre durch. 4
Menschen wurden inhaftiert, einer davon war Sergio. Das offizielle Ziel
der Polizeiaktion war die Fahndung nach den Urhebern verschiedener Sprengstoffangriffe
auf Carabinieri-Kasernen. Sergio wurde wegen dem Besitz von Schwarzpulver
und der Verbreitung von subversiven Handbüchern angeklagt.
Institutionen
wie Gefängnisse sind eine klare Auswirkung der gesellschaftlichen
Machtverhältnisse und dienen dem Ausschluss und der Normalisierung.
Jene, die den gegebenen Konventionen von Tierausbeutung und Kapitalismus
widersprechen, haben mit Repression zu rechnen. Unterstützt
politische Gefangene wo immer ihr nur könnt! Wir sind diejenigen, die dafür zu sorgen haben, dass der Gefängnisaufenthalt von politischen Gefangenen so erträglich wie nur irgendwie möglich ist. Mit Unterstützung von Draußen fällt es Gefangenen leichter, stark zu bleiben und der Repression zu widerstehen. Obwohl Sergio Maria Stefani mittlerweile knapp ein Jahr in Italien in Untersuchungshaft sitzt, ist er noch immer stark und schliesst seinen offenen Brief mit den Worten: Ihre Knäste werden mir die Freiheit mich zu freuen nicht nehmen können. Ein freier Genosse in Einzelhaft in Regina Coeli.
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