Wien, 26. Mai 2006
Presseerklärung
Dachbesetzung
bei Peek & Cloppenburg in Wien
- AktivistInnen fordern lautstark den Ausstieg aus dem Pelzhandel -
In diesem Moment
haben zwei AktivistInnen der BAT- Basisgruppe Tierrechte
das Vordach der Peek & Cloppenburg-Filiale an der Mariahilferstraße
26-30, 1070 Wien, besetzt. Die AktivistInnen machen lautstark mit einem
Transparent und Parolen über Megafon auf sich aufmerksam. Weitere
AktivistInnen verteilen Flugblätter an die zahlreichen KundInnen und
Schaulustigen um diese über die Hintergründe der Aktion aufzuklären.
Am morgigen Samstag findet im Rahmen einer groß angelegten Kampagne der
Offensive gegen die Pelzindustrie ein erneuter deutschland- und
österreichweiter Aktionstag gegen den Pelzhandel bei Peek & Cloppenburg
(P&C) statt. In vielen Städten werden Aktionen und Demonstrationen
vor
P&C-Filialen stattfinden.
Die Offensive gegen die Pelzindustrie
Die "Offensive
gegen die Pelzindustrie", http://www.offensive-gegen-die-pelzindustrie.org,
ist ein Netzwerk verschiedenster Tierrechtsgruppen aus Deutschland und
Österreich, das sich zum Ziel gesetzt hat, den Pelzhandel in allen
seinen Erscheinungsformen abzuschaffen. Die "Offensive" hat bereits
erreicht, dass in den letzten Jahren Unternehmen wie C&A, Zara,
KarstadtQuelleAG und der Otto-Versand aus dem Handel mit Pelzprodukten
ausgestiegen sind.
Die Kampagne gegen Peek & Cloppenburg
Seit Dezember 2002
steht der Bekleidungskonzern P&C im Zentrum einer
Kampagne der "Offensive gegen die Pelzindustrie". In diesem Zeitraum
fanden in Österreich und Deutschland knapp 1.500 Aktionen und
Demonstrationen gegen P&C statt.
P&C ist das letzte große Modehaus im deutschsprachigen Raum, das
Echtpelze (während der Wintermonate Bekleidung mit Pelzbesatz,
Verbrämungen, Innenfutter bzw. ganze Mäntel aus Pelz) zum Verkauf
anbietet.
Dadurch ist P&C mitverantwortlich für den Tod und das Leiden von über
50
Millionen Tieren, die jährlich von der Pelzindustrie umgebracht werden.
Vor wenigen Wochen sind auf den weltweiten Pelzfarmen wieder Millionen
Jungtiere geboren worden - mit nur einem einzigen Ziel: nach sieben
Monaten Drahtgitter-käfig werden sie brutal aus ihrem engen Käfig
gepackt und in einer Holzkiste vergast oder per Stromschlag getötet.
Pelz ist immer und untrennbar mit dem Leiden und dem Tod unzähliger
Tiere verbunden. Der Handel mit Echtpelzen muss ein für allemal
abgeschafft werden so Michel Weber, Pressesprecher der Basisgruppe
Tierrechte.
Für die Pelzindustrie
gewinnt der Verkauf von Bekleidung mit Pelzbesatz
immer mehr an Bedeutung, daher handelt es sich bei Pelzapplikationen
keineswegs nur um ein "bisschen Pelz" sondern vielmehr um ein
wichtiges Marktsegment.
Für Tiere
macht es keinen Unterschied, ob sie für einen ganzen Mantel
oder "nur" für einen Kragenbesatz getötet werden; die Qualen
und die
Gewalt bleiben dieselben. Die Proteste gegen P&C werden weitergehen,
bis der Konzern keinerlei Pelz mehr im Sortiment führt und zum Kauf
anbietet. so Michel Weber.
Die zwei AktivistInnen
haben angekündigt das Vordach nicht freiwillig zu
verlassen, sondern sich von der Polizei räumen zu lassen.
Für Informationen über den weiteren Verlauf der Aktion, sowie
Bildmaterial wenden Sie sich bitte an: 0699/813 275 86 oder info@basisgruppe-tierrechte.org
Weitere Informationen:
Basisgruppe Tierrechte, http://www.basisgruppe-tierrechte.org
Offensive gegen die Pelzindustrie, http://www.offensive-gegen-die-pelzindustrie.org