| AKTUELL | |
| Vor
mittlerweile fast zehn Jahren verbreitete sich über das Internet das
Manuskript des Vortrags "Die soziale
Konstruktion des Anderen - zur soziologischen Frage nach dem Tier"
der Sozialwissenschaftlerin Birgit Mütherich. Für junge hoffnungsfrohe Aktivist_innen war dieser Text in gleich mehrfacher Hinsicht eine kleine Offenbarung: Einerseits eine tour de force durch die dunkle Seite der westlichen Ideengeschichte, die sich mit einem Male als Geschichte von ausschließenden, herrschafts- und gewaltlegitimierenden sexistischen, rassistischen, antisemitischen und speziesistischen Diskursen darstellte. Andererseits ein kleiner Crashkurs in Sachen Alteritätsforschung, ein Augenöffner für die alltägliche permanente Konstruktion von "Anderen" zur Rechtfertigung von Gewaltverhältnissen. Und natürlich für die zentrale Rolle "des Tiers" als Negativfolie und Projektionsfläche - eine Ressource als Symbol und als individueller tierlicher Körper. Birgit Mütherich formulierte eine Innenansicht, eine immanente Kritik durch die Darstellung der westlichen Ideengeschichte in ihrer Beschäftigung mit, ihrer "Frage nach dem Tier". Hier war eine Sozialwissenschaftlerin, die der westlichen Aufklärung mit deren eigenem Mittel der Wissenschaft einen Spiegel vorhielt, in der Hoffnung, diese möge ob des dargestellten Grauens ebenso erschrecken wie sie selbst und viele andere es taten. Welch Unterschied zu den allzuoft gelesenen einschlägigen Polemiken mit ihrer Tendenz zum Kippen ins Moralistische und Affirmative. Ihren Vortrag "Die soziale Konstruktion des Anderen - zur soziologischen Frage nach dem Tier" hat Birgit Mütherich als "einen ersten Impuls" zur weiteren theoretischen Auseinandersetzung bezeichnet. Dieses inhaltliche Anknüpfen und Weiterentwickeln ist bis auf einige Ausnahmen leider ein Wunsch geblieben, während ihre Texte vielenortens begeistert rezipiert worden sind. Birgit Mütherich war eine Sozialwissenschaftlerin, die sprach, wie sie dachte: auf hohem theoretischen Niveau und in komplexen und reflektierten Gedankengängen - und ungemein schnell. Und sie war eine Aktivistin, deren hohes Maß an Empathie mit den Opfern der Gewalt ebenso wie ihr Grauen vor dieser Gewalt stets den Hintergrund ihrer theoretischen Arbeiten bildete. Birgit Mütherich verstarb am 16. November 2011 in Dortmund. Nachruf von Renate Brucker und Melanie Bujok (PDF) |
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Die BAT im Anarchistischen Radio![]() |
Alle unsere Radiosendungen sind im Archiv des Anarchistischen Radios anhör- und downloadbar. Die letzten Sendungen: 20/11/2011 – Zur Konstruktion hegemonialer Männlichkeit durch den Konsum von Fleisch 23/10/2011 – Epizentrum / Aktionstag gegen Pelzfarmen / Männlichkeit & Fleisch 16/10/2011 – Zur Bestrafung von Hunden / das frisch besetzte Epizentrum |
| Prozess
wegen §278a, "Kriminelle Organisation", endet mit Freispruch
in allen Punkten (nicht rechtskräftig) Der
§278a-Prozess endete [am 2. Mai 2011] mit dem Freispruch aller
Angeklagter in allen Punkten. Nach fast 100 Prozesstagen ist
schlussendlich von den massiven Vorwürfen der Soko und
Staatsanwaltschaft nichts übriggeblieben. Aktuelle Informationen, Prozessberichte und mehr gibt's auf der antirep2008-Website. |
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| Zum Nachhören: Studiogespräch und
Buchpräsentation zur Kriminalisierung politischer Aktivist_innen in
Österreich |
"§ 278a –
Gemeint sind wir alle!" - Studiogespräch zur Kriminalisierung politischer Aktivist_innen in Österreich Christof Mackinger, Mitherausgeber des Buches über den Prozess gegen die Tierbefreiungsbewegung und seine Hintergründe im Gespräch mit Radio ORANGE 94,0 über das Buch, den Prozess und aktuelle Entwicklungen. Hier zum Nachhören: https://at.indymedia.org/node/21051 Buchpräsentation und Podiumsdiskussion zu „§278a – Gemeint sind wir alle!“ vom 8. September 2011, Hauptbücherei Wien Die beiden Herausgeber_innen Birgit Pack und Christof Mackinger und eine der Autor_innen, Sophie Uitz, lesen und diskutieren, Moderation von Lisa Mayr (freie Journalistin). Podcast (mp3) „Terrorismusprävention”, Überwachung, „Lauschangriff”…. Nur selten dringen die Auswirkungen des präventiven Sicherheitsstaats oder Berichte aus dem Gefängnis an die Öffentlichkeit. Im umstrittenen §278a-Prozess gegen 13 TierrechtsaktivistInnen wegen der „Mitgliedschaft in einer Kriminellen Organisation” (§278a) war es möglich, etwas mehr hinter die Kulissen der staatlichen Kontroll- und Disziplinierungsorgane zu blicken. Journalist_innen sowie Wissenschafter_innen zeigen internationale Entwicklungen und den politischen Kontext der Repression gegen KritikerInnen einer tiervernutzenden Industrie auf. |
| Neuerscheinung: Das Buch zum Verfahren: "§ 278a: Gemeint sind wir alle!" |
"§278a: Gemeint sind wir alle!"
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| Repression in Spanien: "The Spanish 12" |
Repression in Spanien: "The Spanish 12" „Am Mittwoch den 22. Juni gab es in Spanien zwölf Hausdurchsuchungen, elf Personen wurden im Zuge dessen verhaftet. (…) Vorgeworfen werden ihnen strafbare Verstöße gegen den Umweltschutz, Störung der öffentlichen Ordnung sowie die Gründung einer kriminellen Vereinigung. (…) Diese Verhaftungen sind ein weiterer Versuch, Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegungen zu kriminalisieren und damit ein System zu erhalten, das Gewalt gegen Tiere legitimiert, während gleichzeitig diejenigen, die sich - mit welchen Mitteln auch immer - dafür einsetzen, Gewalt zu beenden, eingesperrt oder anderweitig repressiv behandelt werden. (...)“ (ganzer Text auf: https://at.indymedia.org/node/20915) Deswegen gab es auch in Wien zum weltweiten Aktionstag wenige Tage nach den Verhaftungen am 24. Juni 2011 eine Kundgebung vor der spanischen Botschaft, eine weitere Kundgebung fand am 11. Juli statt. Insgesamt unterstützten weltweit Aktivist_innen in über 20 Staaten und auf vier Kontinenten durch Solidaritätsaktionen die von Repression Betroffenen. Kurz danach kamen auch die letzten Inhaftierten frei. Trotzdem sind noch alle Vorwürfe gegen die Aktivist_innen aufrecht und deswegen brauchen „The Spanish 12“ weiterhin unsere Solidarität und Unterstützung! Aktuelle Informationen findet ihr auf der Solidaritätsseite: https://thespanish12.wordpress.com/ |
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Noch immer erhältlich: LIBERATION DAYS Reader |
Nachdem
die mühsam und in langer Arbeit erstellte erste Auflage von
300 Stück des Liberation Days-Readers innerhalb kürzester Zeit
ausverkauft war, haben wir uns entschlossen eine überarbeitete
zweite Version drucken zu lassen.
Darüber hinaus enthält die zweite Auflage einen solidarischen Aphorismus von Moshe Zuckermann, ist in Buchform gebunden und umfasst 146 Seiten im A5 Format. Vorschau: Inhaltsverzeichnis (PDF). Erhältlich ist
der Liberation Days-Reader: - per
Mailorder beim Anarchia Versand
und zwar hier, Spendenvorschlag: 3 € pro Stück, für Wiederverkäufer_innen (ab 5 Stück) 2,50 €. |
| Demos gegen den Pelzverkauf bei Hämmerle |
Zur Zeit hat die Versammlungsbehörde alle Kundgebungen vor der Hämmerle Filiale untersagt! Mehr Informationen unter der Rubrik "Repression". Pelz
ist Tierqual und Pelz ist Mord! Weitere Infos auf der Website der Offensive gegen die Pelzindustrie! |