Kundgebung gegen den "Austrian Creative Fur-Award"
"In Erinnerung an die Millionen Opfer der Pelzindustrie"
am Dienstag,
2. Mai 2006, um 17:30 Uhr
vor der Wirtschaftskammer Österreich
Wiedner Hauptstraße 63/Schönburgstraße 1, 1045 Wien
Am Dienstag, 2. Mai, findet zum 8. Mal in der Wiener Niederlassung der Wirtschaftskammer
Österreich die Präsentation der FinalistInnen des "Austrian
Creative Fur-Award" statt.
Beim "Austrian Creative Fur-Award" handelt es sich um eine PR-Veranstaltung der Bundesinnung der Kürschner. SchülerInnen und StudentInnen aus dem Modebereich werden eingeladen, Bekleidungsstücke unter hauptsächlicher Verwendung von Pelz zu entwerfen. Dabei finden laut Angaben der Bundesinnung ausschließlich Felle von Tieren aus der Nahrungskette Verwendung.
Der "Austrian Creative Fur-Award" war in der Vergangenheit bereits mehrmals Anlass von Aktionen; so z.B. am 23. November 2005, als ein Dutzend AktivistInnen vor laufenden Kameras bei der Abschlussveranstaltung des "Austrian Creative Fur-Award" 2005 die Bühne stürmte, um ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen (Bericht von Indymedia).
Immer mehr Menschen erkennen die Grausamkeit hinter dem Produkt Pelz und viele große Bekleidungsunternehmen wie C&A und ZARA entschieden sich aus ethischen Gründen und wegen mangelnder Akzeptanz, sämtliche Produkte aus echtem Pelz aus ihrem Sortiment zu nehmen. Laufend entschließen sich weitere Unternehmen (jüngste Beispiele: LaRedout und Promod) zu eben diesem Schritt.
Dieser Entwicklung soll der "Austrian Creative Fur-Award" entgegensteuern, Pelz soll wieder salonfähig gemacht und JungdesignerInnen sollen für das Produkt Pelz begeistert werden. Dass angeblich "ausschließlich Felle von Tieren aus der Nahrungskette" verwendet werden, weist auf eine weit verbreitete Skepsis angesichts der ethisch untragbaren Bedingungen für die Tiere in den so genannten Pelztierfarmen hin. Den JungdesignerInnen soll die Hemmschwelle für den Einstieg in das blutige Handwerk möglichst niedrig gehalten werden.
Die Kürschnerinnung nimmt es mit der Wahrheit nicht sehr genau. Beim "Austrian Creative Fur-Award" werden laut eigenen Angaben unter anderem "Bisam", "Nutria" und "Karakul-Persianer" verwendet. Diese werden ausschließlich ihrer Pelze wegen gezüchtet/gefangen und umgebracht. So ist zum Beispiel "Karakul-Persianer" der Pelz eines meist ungeborenen Schafes, dessen Mutter vor der Geburt umgebracht wurde.
Mit Unwahrheiten und der konsequenten Ausblendung des einzelnen Tier-Schicksals wird versucht, die unfassbare Brutalität und Grausamkeit, die hinter dem Produkt Pelz stecken, zu verschleiern.
Um an die Millionen Opfer der Pelzindustrie zu erinnern werden wir am Dienstag, den 2. Mai, ab 17:30 Uhr vor der Wirtschaftskammer Österreich eine Kundgebung abhalten. Über eure zahlreiche Unterstützung würden wir uns freuen!