Anti-Pelz Kundgebung der BASISGRUPPE TIERRECHTE polizeilich aufgelöst
Trotz behördlicher Schikanen: weiterhin Proteste gegen Pelz bei Kleider Bauer

Die Proteste der BASISGRUPPE TIERRECHTE sind wie zahlreiche andere ebenso von den demokratiepolitisch bedenklichen Einschränkungen der Versammlungsfreiheit betroffen.
Als Grund nennt die Behörde die Gefährung öffentlicher Sicherheit. Im Dezember seien bei einer Kleider Bauer Filiale in Wien von AktivistInnen der Animal Liberation Front Scheiben beschädigt worden. Die AnmelderInnen der Kundgebungen sind aber, auch laut der Versammlungsbehörde, in keiner weise in Verbindung zu bringen mit der Aktion.

Michel Weber, ein Sprecher der BASISGRUPPE TIERRECHTE zeigt sich aufgrund der anhaltenden behördlichen Willkür entsetzt: “Seit Wochen wird AktivistInnen der BASISGRUPPE TIERRECHTE eine Kundgebung nach der anderen mit juristisch höchst wackeliger Argumentation unterbunden. Seitens der Versammlungsbehörde gibt es bis dato noch keinerlei Bereitschaft die Versammlungs- und Meinungsfreiheit auch tatsächlich zuzulassen, obwohl ähnliche Versammlungen unsererseits in der Vergangenheit immer völlig problemlos verlaufen sind.“

Auch diesen Samstag wurde eine ordnungsgemäß angemeldete Kundgebung der BASISGRUPPE TIERRECHTE vor Kleider Bauer im zehnten Wiener Gemeindebezirk polizeilich aufgelöst. Obwohl die AktivistInnen von einer Überzahl Beamten 'bewacht' wurden war der Behördenvertreter der absurden Ansicht „die öffentliche Sicherheit könne nicht gewährleistet werden“ und die Kundgebung wurde mit einer Auflösung beendet.
Dieser Willkürakt ist der jüngste in einer ganzen Kette von Ereignissen:
Der Anmelder der samstäglichen Kundgebungen gegen Pelzverkauf vor der Kleider Bauer Filiale auf der Favoritenstraße wurde unter Androhung einer Untersagung dazu gedrängt, seine Anmeldung zurück zu ziehen. Die von der Versammlungsbehörde bei Verhandlungen vorgeschlagenen Ersatzstandorte erwiesen sich als unannehmbar, da diese allesamt außer Hör- und Sichtweite der Kleider Bauer Filialen gelegen sind.

Jede der BASISGRUPPE TIERRECHTE angemeldete Kundgebung wurde von der Behörde unterbunden: Etwa eine Kundgebung am 14.12. gegen das Modehaus Hämmerle im ersten Bezirk, das auch Pelze anbietet und Teil der Kleider Bauer -Gruppe ist. Die Untersagung wurde kurioserweise erst vor Ort ausgesprochen. Der herbeigeeilte Jurist der Bundespolizeidirektion führte gegenüber dem Kundgebungsleiter auf Nachfragen keinerlei Begründung an sondern drohte sofort mit polizeilichen Zwangsmaßnahmen.

Die Beteiligung der BASISGRUPPE TIERRECHTE als Teil der Kampagne der Offensive gegen die Pelzindustrie wird auf jeden Fall weiter gehen. Ziel der Kampagne ist es, den Pelzhandel in allen Erscheinungsformen abzuschaffen. Allen behördlichen Schikanen zum Trotz konnte die Basisgruppe Tierrechte in der letzten Wochen zweimal Demonstrationen bis zur polizeilichen Auflösung durchsetzen. Zusätzlich wurde an mehreren Tagen tausende Flugblätter zum Thema Pelz vor verschiedenen Filialen von Hämmerle und Kleider Bauer verteilt.
Solange jedes Jahr Millionen Individuen von der Pelzindustrie umgebracht werden wird auch der Protest dagegen weiter gehen. Pelz bedeutet meistens Gefangenschaft, jedoch immer den Tod von Tieren. Kaufhausketten wie Kleider Bauer fungieren durch den Verkauf von Echtpelzen, etwa in Form von Krägen, als AuftraggeberInnen für unfassbare Grausamkeiten gegen Tiere.
„Die rechtlich äußerst fragwürdig argumentierten Untersagungsbescheide der Behörden werden laut einhelliger Auskunft von ExpertInnen einer Berufung kaum stand halten. Die Behörde setzt offenbar auf den Faktor Zeit und darauf, dass sich eine kleine Gruppe langwierige Berufungsverfahren nicht leisten kann.“ ist Michel Weber empört. Trotz alledem wurden rechtliche Schritte gegen die Demo-Untersagungen eingeleitet.


Für nähere Information oder hochaufgelöstes Bildmaterial wenden Sie sich bitte an unseren Pressekontakt Michel Weber:
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er E-Mail an info@basisgruppe-tierrechte.org oder per Telefon unter 0699/813 275 86.

www.Basisgruppe-Tierrechte.org

 

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