[ => Tierausbeutung / Tierversuche ]
 
Zahlen - Fleisch - Fisch - Milch - Eier
 
Jeden Tag werden Millionen der sogenannten Nutztiere unter erbärmlichen Umständen gefangengehalten und getötet, um als Nahrungsmittel auf den Tellern von Menschen zu landen.
Jeden Tag haben wir die Wahl, ob wir uns an Tierausbeutung und Mord beteiligt oder ob wir mit dem eigenen Konsum ein Zeichen gegen Speziesismus und für die Befreiung der Tiere setzen.
ZAHLEN
Schlachtungen in Österreich pro Jahr:

62 000 000 Hühner
05 500 000 Schweine
01 000 000 Rinder

=> in jeder Minute werden in Österreich 130 Tiere (Schafe, Kaninchen, Fische usw. nicht mitgezählt) geschlachtet um zu Fleisch verarbeitet zu werden.

Zusätzlich werden jährlich 21 000 000 sg. Eintagsküken getötet, das sind die männlichen Küken, die in den Legebatterien nicht gebraucht werden.
  Fleischverzehr in Österreich pro Person & Jahr:

55 kg Fleisch von Schweinen
20 kg Fleisch von Rindern (inkl. Kälber)
16 kg Fleisch von Vögeln ("Geflügel")
03 kg Fleisch von Pferden, Kaninchen, Schafen und Wildtieren
06 kg Fleisch von Fisch
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  Eier und Milch

Hochgezüchtete Hennen legen bis zu 300 Eier im Jahr, Milchkühe müssen rund 45l Milch pro Tag geben, das sind ca. 16 500l pro Jahr.

Jede/r ÖsterreicherIn verbraucht im Durchschnitt 200 Eier und 124l Milch und Milchprodukte im Jahr.
  Natürliche Lebenserwartung und tatsächliche Lebensdauer von Tieren:

Schweine: 15 Jahre - 6 Monate
Masthühner: 15-20 Jahre - 6 Monate
Legehühner: 15-20 Jahre - 2-3 Jahre
Mastrinder: 20 Jahre - 6-9 Monate
Milchkühe: 20 Jahre - 3-5 Jahre
 
   
  FLEISCH
   
  Das zerlegte und verpackte bzw. am Teller angerichtete Stück Fleisch hat nicht mehr viel Ähnlichkeit mit dem lebenden Tier, das es einmal war. Dadurch wird es leichter, zu verdrängen und zu ignorieren, was man isst: ein Rind, ein Schwein, ein Huhn, das einmal ein individuelles Lebewesen mit Empfindungsfähigkeit, Gefühlen, Interessen und sozialen Fähigkeiten war. Aus Gewohnheit ("wir haben ja schon immer Fleisch gegessen ..."), Bequemlichkeit ("was soll ich denn sonst essen ...") und kulinarischen Gründen ("es schmeckt halt gut ...") wird diesen Tieren nach einem kurzen und meist miserablen Dasein ihr Leben genommen.
Fleisch"produktion" Jedes Jahr werden Millionen von Tieren gezüchtet, um sie nach möglichst kurzer Mastzeit zu töten und zu Wurst, Kotelett, Burger und ähnlichem zu verarbeiten. Der Großteil dieser Rinder, Schweine, Hühner, Schafe und Kaninchen verbringt ihr Leben in Intensivtierhaltung: mit Artgenossen eingepfercht in Ställen, ohne die Möglichkeit zu Bewegung, Beschäftigung und adäquatem Ausleben des differenzierten Sozialverhaltens, ohne Sonnenlicht, Frischluft und artgemäßem Essen.
   
Schweine - wie sie sind und was aus ihnen gemacht wird:
 
 
Schweine sind eigentlich sehr soziale Tiere, die in Gruppen leben. In den sg. Kastenständen werden sie im Großteil aller Ställe durch Metallgitterboxen daran gehindert, sich zu bewegen oder Kontakte mit anderen Tieren zu pflegen. Sie haben keine Möglichkeit, Kot-, Ess- u. Schlafplatz zu trennen, wie es Schweine eigentlich machen.
 
Durch das Suhlen in Wasser und Schlamm reinigen sich Schweine und sie regulieren so ihre Körpertemperatur. Schweine, die in Ställen auf Betonböden leben müssen, können sich weder putzen noch abkühlen.
 
Schweine haben einen sehr guten Geruchsinn. Sie leiden daher besonders darunter, in Ställen ohne Frischluft inmitten der eigenen Exkremente leben zu müssen. Schnüffeln und graben mit dem Rüssel dient außerdem der Beschäftigung und der Essenssuche - in einem unstrukturierten Gefängnis ist das nicht möglich.
         
Alternative Bio? In der biologischen Landwirtschaft bzw. Freilandhaltung haben die Tiere mehr Platz und auf ihre Bedürfnisse wird mehr Rücksicht genommen. Meist aber nur, solange es das Geschäft zulässt: so werden zum Beispiel auch bei Freilandschweinen jene Zuchtlinien verwendet, denen eine zusätzliche Rippe (= mehr Fleisch) angezüchtet wurde, ungeachtet der gesundheitlichen Beeinträchtigungen (Gelenkschmerzen, verminderte Bewegungsfähigkeit) für die Tiere. Und vor allem: auch "Bio"tiere werden letztendlich nicht als die autonomen Lebewesen mit dem universellen Anspruch auf Leben, die sie eigentlich sind, gesehen, sondern nur als Fleischlieferanten.
   
Schlachtung Sobald sie das erforderte Schlachtgewicht erreicht haben, werden sie ebenso wie ihre Leidensgenossen aus der Intensivtierhaltung geschlachtet.
   
Jeden Tag werden tausende Tiere für Fleisch ermordet
Hühner werden im Schlachthof an den Beinen aufgehängt, meist mit Strom betäubt und schließlich mittels Durchschneiden der Kehle getötet.
Dieses Rind wurde durch einen Bolzenschuss betäubt und wird anschließend an einem Bein hochgezogen um geschlachtet zu werden.
Den betäubten Tiere wird die Kehle durchgeschnitten, anschließend läßt man sie zum Ausbluten höngen, dann wird ihre Leiche weiterverarbeitet.
Tiertransporte Untrennbar verbunden mit der Fleisch"produktion" sind Tiertransporte: vom Zuchtbetrieb zum Mastbetrieb und von diesem zum Schlachthof. Letztere sind dabei oft besonders lang und qualvoll, da sie häufig quer durch Europa oder nach Nordafrika gehen. Der Grund dafür ist, wie meist, der Profit: so gibt es beispielsweise EU-Subventionen für Lebendtiertransporte in Nicht-EU-Länder. Oft werden Tiere auch zum Beispiel von Belgien nach Österreich oder von Polen nach Italien gekarrt, damit das Fleisch anschließend (die Wertschöpfungsrichtlinien machen's möglich) ein österreichisches oder italienisches (z.B. Parmaschinken) Produktsiegel bekommen. Für die Tiere bedeuten diese Transporte eine stunden- oder oft tagelange Fahrt auf engstem Raum, ohne ausreichend Trinkwasser und Essen. Verletzungen, die beim Be- und Entladen entstehen werden nicht behandelt und die Ankunft nach der langen Fahrt bringt keine Erleichterung, sondern den Tod.
   
Qualvolle Transporte in den Tod        
Ausschließlich aus Profitgründen werden Tiere oft tagelang per LKW oder Schiff transportiert. Eine der offensichtlichsten Formen der Missachtung von Tierrechten.
Rinder könnten bis zu 20 Jahre alt werden, doch in der Fleischindustrie werden sie meistens ermordet bevor sie 1 Jahr (bei Schlachtrindern) bzw. 5 Jahre (bei Milchkühen) alt sind.
Besonders in Australien und Neuseeland werden Schafe zuerst einige Jahre gehalten um Wolle zu "gewinnen", danach werden sie verkauft und zu Zehntausenden per Schiff zB in den arabischen Raum transportiert um dort geschlachtet und zu Fleisch verarbeitet zu werden.
         
Leder All das zum Thema Fleisch beschriebene gilt auch für Leder: Leder ist keinesfalls ein Abfallprodukt der Fleischindustrie, sondern ein wichtiger Kosten- und Profitfaktor der Tierausbeutungsindustrie.
   
  FISCH
   
  Fisch und Meeres"früchte" (Krebse, Garnelen, Shrimps, Muscheln etc.) werden manchmal zum vegetarischen Essen gezählt, doch dafür gibt es keinen Grund: Fische und Meerestiere sind schmerzempfindlich und haben, wie Säugetiere auch, die Fähigkeit, ihr Leben autonom zu gestalten. Doch ihr Anspruch auf Leben und Freiheit wird missachtet, um Menschen mit Fischgerichten zu versorgen.
Fischfang Die kommerzielle (Hochsee)fischerei bedeutet neben dem ökologischen Desaster auch enormes Tierleid: in großen Netzen werden sogenannte Speisefische und "Beifang" (also jene Tiere, die für die Fischerei-Industrie nicht von Interesse sind) an Bord gezogen, wo sie meist qualvoll ersticken oder erschlagen werden. Nicht selten sind Fische aber auch noch bei Bewusstsein wenn begonnen wird, sie zu zerstückeln.
   
Fische leiden ebenso wie andere Tiere auch
Auch wenn Fische nicht (laut) schreien können: sie sind schmerzempfindlich und sterben beim Fischfang meist einen langsamen und qualvollen Tod.
In den sogenannten Aquakulturen werden tausende Fische und andere Meerestiere gezüchtet und unter nicht-artgemäßen Bedingungen gefangengehalten, nur um später auf dem Teller zu landen.
Für die betroffenen Tiere ist das Angeln kein Vergnügen. Es widerspricht ebenso wie das kommerzielle Schlachten von Fischen dem Anspruch auf Leben und Würde der Tiere.
   
Fischfarmen Massentierhaltung gibt es auch bei Fischen und anderen Meerestieren: in Shrimpsfarmen, Karpfenteichen und Lachsfarmen werden große Gruppen von Tieren gehalten, die unter all jenen Mißständen zu leiden haben, die aus der Intensivtierhaltung von Säugetieren und Geflügel bekannt sind: zu wenig Platz, Stress, Krankheitsanfälligkeit, Medikamente im Essen und dergleichen. Und ähnlich wie ihre zwei- und vierbeinigen Verwandten werden auch sie nicht alt. Sobald sie ausgewachsen sind, werden die Lachse, Karpfen etc. geschlachtet.
Angeln Kein friedliches Hobby, sondern eine qualvolle Angelegenheit für die betroffenen Fische ist das Angeln: am Angelhaken aufgespiesst zu werden bedeutet natürlcih immensen Stress und Schmerzen. Falls die Tiere wieder ins Wasser zurückgeworfen werden, garantiert das keinesfalls iht Überleben, da sie durch den ANgelhaken oft innere Verletzungen haben, die zum Tod führen können. Noch schlechter geht es jenen Fischen, die der Fischer/die Fischerin auswählt um sie als Fang zu präsentieren und schließlich zu essen: sie werden oft achtlos in einen Behälter geworfen, wo sie ersticken oder qualvoll erschlagen.
   
  MILCH
   
Kühe "geben" nicht "natürlich" Milch In der Milch- und Käsewerbung sieht man scheinbar glückliche Kühe auf Almen grasen, doch die Idylle trügt: keine Kuh würde, ließe man sie in Ruhe, mehr Milch geben, als ein Kalb von ihr trinkt. Kühe haben, hormonell bedingt, nur Milch, nachdem sie ein Kalb geboren haben und an sich nur solange das Kalb bei ihnen trinkt.
Heute werden Kühe, meist Zuchtlinien, die auf verstärkte Milch"leistung" gezüchtet wurden, künstlich befruchtet, um mit der Geburt des Kalbes den Milchfluss anzuregen.
überzählige Kälber In der Intensivtierhaltung werden Mutter und Kind unmittelbar nach der Geburt getrennt, die Kälber werden entweder, falls weiblich, mit Milchersatzstoffen gefüttert und selber zu Milchkühen gemacht oder, falls männlich, meist sehr bald getötet: sie werden dann entweder zu Fleisch verarbeitet oder, falls sie dazu nicht geeignet sind (weil Milchrinder nicht die gewünschte Fleischqualität liefern, dafür gibt es eigene, andere Zuchtlinien) werden ihre Leichen verbrannt und zu Tiermehl vermahlen. In manchen EU-Ländern (zB Spanien) gibt es Subventionen (die sogenannte Herodes-Prämie), falls diese überzähligen Rinder kurz nach der Geburt getötet werden. Das hat dazu geführt, dass neugeborene Kälber in langen und qualvollen Tiertransporten zu diesen Schlachthöfen gebracht werden.
   
Kühe sind nicht zum Milch"geben" da!
Viele Milchkühe haben nie die Gelegenheit, ins Freie zu gehen, sie können weder ihr Bewegunsbedürfnis noch ihr Sozialverhalten ausleben.
Die Milch der Kühe ist ausschließlich für ihre Kälber da! Das Melken von Kühen ist untrennbar mit Tierausbeutung und, zumindest in der industrialisierten Landwirtschaft, mit dem Töten von Rindern verbunden.
Meistens werden die Kälber bald nach der Geburt von ihren Müttern getrennt und entweder getötet oder eingesperrt um Milch bzw. Fleisch zu "produzieren".
         
artgemäße Tierhaltung? In der artgemäßen Tierhaltung leben Kühe und Kälber in der Gruppe, das heißt dass Sozialkontakte gepflegt werden können und dass die Kälber bei ihren Müttern Milch trinken können. Doch zusätzlich und nachdem die Kälber auf Grünfutter umgestiegen sind, werden die Kühe gemolken. Solange bis der Milchfluss nachläßt und das nächste Kalb geboren werden muss. Diese ständige Belastung führt zu Knochenbrüchigkeit und Erschöpfung und schließlich zum Nachlassen der Leistung, was das Todesurteil für Milchkühe bedeutet, sowohl in der Intensivtierhaltung als auch in Freilandhaltung. Nach ca. 5 Jahren (Kühe könnten bis zu 20 Jahre alt werden) werden sie geschlachtet und zB zu Haustieressen, Rindsuppe oder Tiermehl verarbeitet.
   
EIER
   
Ähnlich wie bei Kühen ist es auch bei Hennen: diese legen nicht unwillkürlich und unbegrenzt Eier, sondern normalerweise würde ein Huhn nur einige Eier pro Jahr legen und manche davon wären befruchtet und würden ausgebrütet werden. Doch wenn Hühner als Eierproduzentinnen für Menschen betrachtet werden, wird Eierlegen gezwungenermaßen zu ihrem einzigen Daseinszweck: es werden spezielle Linien gezüchtet, die möglichst viele Eier legen. Diese werden künstlich in Brutmaschinen ausgebrütet. Nach der Geburt der Küken werden die männlichen Tiere getötet. Zum Eierlegen sind sie unfähig und als Masthuhn (da von der Eier- und nicht Fleischart) nicht geeignet. Die weiblichen Tiere kommen, sobald sie im legefähigen Alter sind, in Legebetriebe.
Käfighaltung Der Großteil der Hühner wird in Legebatterien gefangengehalten. In den Drahtkäfigen ist der Raum, den ein Huhn zur Verfügung hat, weniger als eine A4-Seite: kein Platz zum Flügelschlagen oder Herumlaufen, keine Rückzugsmöglichkeit, keine Gelegenheit zum Nestbauen (für's Eierlegen), zum Scharren oder Picken. Die Enge und der Kalziummangel, der durch das beinahe tägliche Eierlegen entsteht, führen zu Kannibalismus. Viele Hennen sterben aufgrund dieser miserablen Bedingungen in den Käfigen und oft dauert es Tage, bis die Leichen entfernt werden.
Bodenhaltung Hühner in Bodenhaltung verbringen ihr Leben in einer großen Halle, in der die Zahl der Hennen meist so groß ist, dass sie auch nicht wesentlich mehr Platz als in einem Käfig haben. Der einzige wesentliche Unterschied zur Käfighaltung ist, dass es keine Drahtgitter gibt, sondern dass die Hennen auf Betonböden mit Einstreu stehen - von ihrer natürlichen Umgebung ist aber auch das weit entfernt.
 
EierIndustrie: Autonome Lebewesen werden zu Lege"maschinen" degradiert
Diese Idylle geibt es nur in Bilderbüchern. In der Realität werden Küken (egal ob für Käfig- oder Freilandhaltung) maschinell ausgebrütet und haben danach kaum Gelegenheit, ihr spezifisches Sozialverhalten auszuleben.
Die schlimmste Form der Hühnerhaltung sind die Legebatterien. Auf engstem Raum müssen hier mehrere Hennen pro Käfig dahinvegetieren. Verhaltensstörungen, Verletzungen und nicht selten der Tod sind die Folge.
Beim sogenannten Sexen werden die neugeborenen Küken in männliche und weibliche Tiere getrennt. Die männlichen werden anschließend getötet, die weiblichen kommen in Aufzucht- und danch in Legebetriebe.
Freilandhaltung Im Gegensatz zur Bodenhaltung ist bei der Freilandhaltung Auslauf ins Freie vorgeschrieben und die Gruppengrößen pro Stall sind begrenzt. Das sind wichtige Verbesserungen gegenüber der Käfig- und Bodenhaltung, doch auch für Freilandhühner gilt: in den Genuss von grüner Wiese und Sonnenlicht kommen nur die weiblichen "legefähigen" Tiere und auch diese nur solange sie die geforderte Zahl von Eiern legen.

Egal ob Käfig- und Boden- oder Freilandhaltung: läßt die Leistung aufgrund der Dauerbelastung nach, kommen die Hennen in den Schlachthof und werden zB zu Suppe oder Haustierfutter verarbeitet. Die meisten Hühner, deren Lebenserwartung bei 15-20 Jahren liegt, werden so nicht älter als zwei Jahre.

 
Zahlen - Fleisch - Fisch - Milch - Eier
 

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